Laserfluoreszenzmessung zur Kariesdiagnose

Laserfluoreszenzmessung zur Kariesdiagnose
Insbesondere vor Fissurenversiegelungen sind wir nun in der Lage, mittels einer laseroptischen Messung zu ermitteln, ob in der Tiefe des Zahnes nicht schon Karies bzw. Vorstufen davon vorhanden sind. Die Methode ist schmerz- u. nebenwirkungsfrei. Wird bei der Messung ein bestimmter Wert überschritten, muss behandelt werden. Grenzwerte notieren wir im Computer und werden bei weiteren Messungen in halbjährlichen Abständen zum Vergleich herangezogen. Durch gezielte Vorbeugemassnahmen (Ozontherapie, Intensivfluoridierung usw.) kann der Patient damit die Kariesentstehung verhindern.

Karies ist nicht vererbbar, wie heute noch viele Menschen glauben, sondern eine Erkrankung, die durch Bakterien (Mutans Streptokokken) entsteht. Diese Bakterien ernähren sich von Zucker und produzieren aggressive Säuren, die den Zahnschmelz angreifen.
Alle Kinder kommen ohne Karieskeime zur Welt, meist sind es die Mütter oder andere Bezugspersonen, die etwa durch Ablecken des Schnullers ihre eigenen Kariesbakterien in die Mundhöhle des Kindes übertragen.

 

Karies ist kein Schicksal!
Ein früher Behandlungsbeginn ist entscheidend. Etwa mit dem 6. Lebensjahr brechen die ersten bleibenden Backenzähne durch (6-Jahresmolaren). Zu diesem Zeitpunkt sind die Zähne extrem kariesanfällig. Werden sie nicht schon ab dem Sichtbarwerden im Kiefer regelmäßig geputzt, werden diese Zähne praktisch schon negativ konditioniert und die Karies ist normalerweise kaum mehr vermeidbar. Viele Eltern übersehen monatelang, dass Ihr Kind "ganz hinten" schon bleibende Zähne hat. Kinder wollen aber hinten nicht putzen, weil sie gegen den unangenehmen Würgereflex ankämpfen müssen. Hier müssen die Eltern, aber auch der Zahnarzt, durch Aufklärung und Motivation mithelfen. In unserer Praxis ist das schon lange eine Selbstverständlichkeit. 

 

Chlorhexidin - gezielt gegen Kariesbakterien
Schon während des Durchbruchs der 6-Jahresmolaren sollte vom Zahnarzt eine sogenannte "sanfte Fissurenversiegelung" durchgeführt werden.
Diese Maßnahme ist für Ihr Kind absolut schmerzlos, und daher ein idealer Behandlungseinstieg. Die durchbrechenden Zähne werden mit einem Chlorhexidinlack bestrichen. Dieser farblose Lack bleibt nach dem Auftragen mehrere Tage an der Zahnoberfläche haften und lagert sich im Zahnschmelz ein. Das Ziel von Chlorhexidin ist es, die Kariesbakterien über einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren. Die Einlagerung des Lacks hält ca. 4 Monate an. Zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen ergänzen die Behandlung. Nach dieser Behandlung sollte das Kind 3 Stunden nichts essen und trinken und (ausnahmsweise) 24 Stunden nicht die Zähne putzen, damit der Lack Zeit hat, in die Zahnoberfläche einzudringen. 

 

Helfen Sie Ihrem Kind
Der Zahnarzt erkennt bei seiner Untersuchung der Zahnreihen die Fälle, in denen einzelne Zähne etwas später durch eine herkömmliche Fissurenversiegelung geschützt werden müssen. Wir empfehlen das immer dann, wenn Backenzähne von tiefen Grübchen und Fissuren durchzogen sind. Beim Zerkleinern der Nahrung setzen sich kleinste Speisereste in diesen Fissuren fest. Der normale Speichelfluss und die Reinigungstätigkeit der Zunge reichen nicht aus, um diese Speisereste zu entfernen. Diese tiefen Spalten lassen sich auch kaum mit der Zahnbürste reinigen, Karies ist hier schon vorprogrammiert.

 

Gesunde Zähne - ein Leben lang
Das muss kein Traum bleiben. Durch professionelle Vorsorge mit Hilfe eines in diesen Dingen engagierten Arztes und seiner Helferinnen lässt sich Karies weitesgehend vermeiden. Meine eigenen Kinder sind das beste Beispiel dafür.